boss - Nr. 10 / Oktober 2003

Supplies-Distributoren zu Mini-Margen und Endkundengeschäft
Volumen um jeden Preis als Sackgasse

Die Distribution von Hardcopy-Supplies folgt von jeher ganz eigenen Marktgesetzen: Mini-Margen und Mysteri-Boni, Endkundengeschäft und Fachhandelssterben – das sind die Schlagworte, welche die Branche aktuell umtreiben. boss hat sich im überschaubaren deutschen „Distributions-Biotop“ umgehört und die Key-Player in Form einer Umfrage selbst zu Wort kommen lassen.

Julia Anderl, Geschäftsführerin Adimpo Deutschland Ismail Yanmaz, Marketing Manager Alpha International Torsten Schnutz, Leiter Einkauf & Marketing Despec Deutschland
Thomas Veit, Geschäftsführer Soft-Carrier Martin Ziegler, Geschäftsführer UFP Deutschland

Bei Distributoren nachgefragt

Distributoren von Drucker-Supplies stehen boss Rede und Antwort. Hier die Fragen:

1. Stichwort Mini-Margen und Mystery-Boni: Böse Zungen behaupten, letztere seien notwendig, um die Distributoren vor ihrer eigenen, kaufmännischen Unvernunft zu schützen. Wieso neigt diese Branche mehr als andere dazu, das betriebswirtschaftliche Einmaleins im Umsatzrausch über Bord zu werfen?

2. Wer als Hardcopy-Distributor etwas auf sich hält, kommt – dem Anschein nach – nicht um einen Direktvertrieb an den Endkunden herum. Wie anders soll der Handel diese Geschäftspolitik werten denn als klares Misstrauensvotum?

3. Alle Zeichen deuten darauf hin, dass die gewachsene, breite Fachhandelsbasis hier zu Lande sukzessive abbröckelt. Von genau dieser leben Sie jedoch als Distributor (wir übrigens auch ...). Wie könnte das Geschäftsmodell der Zukunft für die Distribution aussehen?


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