07.09.2010
Kunden im Online- und Versandhandel zahlen schlechter

Eine aktuelle Studie belegt, dass die Zahlungsmoral der Deutschen insgesamt nachlässt und vor allem die Rechnungen von Versandhäusern sowie Online-Händlern teilweise deutlich länger liegen bleiben, bevor die Kunden sie begleichen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie der Marktforscher von Ipsos, für die 2.200 Unternehmen aus zehn europäischen Ländern befragt wurden und über die in ihrer heutigen Ausgabe die Welt berichtet. Probleme hat vor allem der sogenannte Distanzhandel, also Versandhäuser und Onlineshops. Hier soll schon jeder vierte Verbraucher Rechnungen zu spät oder gar nicht bezahlen. Gegenüber Banken oder Energieversorgern sei die Zahlungsmoral wesentlich besser. Zugleich wiesen Firmenkunden ein ähnliches Zahlungsverhalten auf und bevorzugten ebenfalls die Begleichung von Rechnungen für die persönliche Absicherung.

acco
Im Westen Deutschland werden vor allem Privatkunden säumig, im Süden die Firmenkunden. Die Zahlen dürften sich noch weiter verschlechtern. Gleichzeitig hat sich in den letzten 12 Monaten die Anzahl der Forderungsausfälle um ein Drittel erhöht. Das deckt sich mit den zuletzt stark gestiegenen Privatinsolvenzen. Dennoch gehören deutsche Verbraucher international gesehen zu den pünktlichsten Zahlern. 81,4 % der Rechnungen von Privatkunden und 75,4 % derer von Unternehmen werden fristgerecht beglichen und das bei zugleich meist recht kurzen Zahlungszielen um die 20 Tage.

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