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Freitag 11.08.2017 08:31:00

Tedi – der heimliche PBS-Discounter?

Nonfood-Discounter wie Tedi, Action, MäcGeiz oder Rusta beherrschen zunehmend das Straßenbild in Deutschland. Das Sortiment reicht von Dekoartikeln und Schreibwaren bis zu Haushaltswaren und Kosmetik. Schnäppchen locken die Verbraucher – und das kommt an. So das Fazit eines Artikels aus dem „Handelsblatt“ vom gestrigen Donnerstag. Dass die Branche boomt sieht man laut Handelsblatt daran, dass Marktführer Tedi nach eigenen Angaben jede Woche in Deutschland durchschnittlich drei neue Filialen eröffnet. Auch Konkurrent Action plane in diesem Jahr deutlich mehr als 60 neue Läden. AnzeigeUnd der schwedische Newcomer Rusta, erst im Mai in der Bundesrepublik gestartet, will auf Sicht bis zu 500 Filialen betreiben. Den Erfolg dieser Vertriebslinie führen Handelsexperten darauf zurück, dass die deutschen Verbraucher an Discounter gewöhnt seien. Dennoch gebe es immer noch Sortimente – etwa Dekoartikel oder PBS, in denen bislang keine Billiganbieter existieren. In diese Lücke stoße Tedi. Dort sieht man sich inzwischen in der Rolle als Nahversorger. Schreibwaren, Basteln, Party und Deko zählen zu den Kernbereichen der rund 1.500 Tedi-Filialen in Deutschland, Österreich, Slowenien, Slowakei, den Niederlanden und Spanien. Der Hauptteil der Filialen, etwa 1.350, befindet sich in Deutschland. Beschäftigt werden 11.500 Mitarbeiter. Im PBS-Bereich setzt man nach Angaben auf der Tedi-Website „auf traditionsreiche Markenhersteller wie Pelikan, Herlitz oder Toppoint; Schulhefte, Collegeblöcke und Schreibutensilien gehören zum Dauersortiment“. Tedi wurde von Tengelmann gegründet. Über die Tochter Kik ist die Tengelmann-Gruppe am Unternehmen beteiligt.
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