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Mittwoch 07.02.2018 14:05:00

POS Servicegesellschaft beantragt Insolvenz in Eigenregie

Seit Juni 2017 gehört die Pos Servicegesellschaft mbH mit Sitz in Falkensee zur Werner Verwaltungs GmbH.
Knapp neun Monate nachdem die Pelikan AG ihre 100-%-Tochtergesellschaft POS Servicegesellschaft mbH (POSS) zum 31.05.2017 an das inhabergeführte Unternehmen Werner Verwaltungs GmbH verkauft hat, die POSS als eigenständige Gesellschaft fortführte, hat das Unternehmen Insolvenz in Eigenregie beantragt. Das Amtsgericht Potsdam hat diesem Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung auf Antrag der POSS-Geschäftsleitung vollumfänglich entsprochen. Unterstützt durch die Sanierungsberatung Buchalik Brömmekamp aus Düsseldorf, entwickelt man nun einen Sanierungsplan. In der Mitteilung vom 6. Februar heißt es: „Ziel ist es, POSS nach mehreren defizitären Jahren wieder ertragsfähig zu machen, die Marktpositionierung zu schärfen und die Strukturen optimal an den Marktanforderungen auszurichten.“ Das Unternehmen beschäftigt derzeit vom Standort Falkensee aus rund 330 Mitarbeiter, deren Löhne und Gehälter für die nächsten drei Monate über das Insolvenzgeld abgesichert sind. Und weiter: „Der Geschäftsbetrieb der POSS wird während des Sanierungsverfahrens unverändert fortgeführt. Die Firmenleitung um Geschäftsführer Ralf Werner wird für die Dauer des Verfahrens um Nils Averbeck als Sanierungsgeschäftsführer erweitert. Das Potsdamer Amtsgericht bestellte die erfahrene Insolvenzrechtlerin Dr. Susanne Berner (Dr. Berner Rechtsanwälte) zur vorläufigen Sachwalterin.“ Die Werner Verwaltungs-GmbH mit Sitz in Ludwigsburg befindet sich im Besitz der Familie Werner, die auch 100%ige Gesellschafterin der Merchandising Team K. Werner GmbH (MTW) ist. MTW und POSS werden als eigenständige Unternehmen nebeneinander geführt. POSS setzt mit der Eigenverwaltung auf ein Verfahren der Insolvenzordnung, das im März 2012 in Kraft trat. Die Geschäftsführung kann Sanierungsmaßnahmen selbstständig entwickeln und durchführen. Anstelle eines Insolvenzverwalters wird ein vorläufiger Sachwalter bestellt, der hauptsächlich die Aufgabe hat, die wirtschaftliche Lage des Schuldners zu prüfen und die Geschäftsführung zu überwachen. Zuletzt gab es ein ähnliches Verfahren in der PBS-Branche bei Horn Glückwunschkarten.
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