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Dienstag 15.05.2018 10:35:00
BIT-News

Unternehmensinsolvenzen in Europa 2017/2018

Wie der Verband der Vereine der Creditreform e.V. in seiner aktuellen Jahresuntersuchung 2017/2018 feststellt, lässt die konjunkturelle Erholung in Europa die Insolvenzzahlen weiter sinken. Ausschlaggebend für das rückläufige Insolvenzgeschehen in Europa waren die günstigen Rahmenbedingungen für die Unternehmen in Form von niedrigen Finanzierungskosten und einer guten Wirtschaftslage. Politische Unsicherheiten wie Brexit oder die Handelsstreitigkeiten USA haben bisher nicht auf die Insolvenzstatistik durchgeschlagen.

Noch haben sich Brexit oder die Handelsstreitigkeiten mit den USA nicht auf die Insolvenz-statistik durchgeschlagen.
Die konjunkturelle Erholung in Europa lässt die Insolvenzzahlen weiter sinken. In Westeuropa (EU-15-Länder sowie Norwegen und Schweiz) wurden im Jahr 2017 insgesamt 164.181 Unternehmensinsolvenzen registriert (2016: 171.413). Das ist der niedrigste Stand seit 2008. Im Jahresvergleich 2016/2017 war ein Rückgang um rund 7.200 Unternehmen bzw. 4,2 Prozent zu verzeichnen. Auch in Mittel- und Osteuropa verringerten sich im Jahr 2017 die Unternehmensinsolvenzen. Die Fallzahlen nahmen um 12,8 Prozent auf insgesamt 86.879 Fälle ab (2016: 99.629).

Ausschlaggebend für das rückläufige Insolvenzgeschehen in Europa waren die günstigen Rahmenbedingungen für die Unternehmen in Form von niedrigen Finanzierungskosten und einer guten Wirtschaftslage. Politische Unsicherheiten wie Brexit oder die Handelsstreitigkeiten mit den USA haben bisher nicht auf die Insolvenzstatistik durchgeschlagen.


Einige Länder verzeichneten aber Anstiege
In Westeuropa verzeichneten sechs der untersuchten 17 Länder gegen den Trend einen Anstieg der Insolvenzzahlen. Ein deutliches Plus gab dabei in Griechenland (plus 11,1 Prozent), gefolgt von Belgien (plus 8,7 Prozent), Schweden (plus 6,2 Prozent), Schweiz (plus 2,8 Prozent) und Großbritannien (plus 2,4 Prozent). Mehr Insolvenzen als im Vorjahr wurden auch in Norwegen erfasst (plus 0,3 Prozent).

Spürbare Rückgänge verzeichneten dagegen die Niederlande (minus 25,2 Prozent) sowie Finnland (minus 10,3 Prozent). Auch in ehemaligen Krisenländern wie Irland (minus 15,3 Prozent), Portugal (minus 12,7 Prozent) und Spanien (minus 4,7 Prozent) waren die Insolvenzzahlen im Jahr 2017 zurückgegangen. Zu den Ländern, in denen die Insolvenzzahlen rückläufig waren, zählten auch Deutschland (minus 6,6 Prozent) und Österreich (minus 3,9 Prozent).

In den mittel- und osteuropäischen Ländern gab es mehr Insolvenzen in Litauen (plus 11,9 Prozent), Estland (plus 2,4 Prozent), Rumänien (plus 2,5 Prozent) und Slowenien (plus 4,6 Prozent). In der Ukraine (plus 0,6 Prozent) sowie in Serbien (plus 0,4 Prozent) wurde das Vorjahresniveau nur knapp überschritten. Sechs Länder verzeichneten dagegen zweistellige prozentuale Rückgänge: Das sind Kroatien (minus 42,9 Prozent), Tschechien (minus 26,0 Prozent), Mazedonien (minus 22,0 Prozent), Lettland (minus 19,7 Prozent), Slowakei (minus 15,6 Prozent) und Ungarn (minus 10,8 Prozent).

In den USA blieb die Zahl der Unternehmensinsolvenzen mit 38.062 Fällen trotz konjunktureller Erholung etwa auf Vorjahresniveau (2016: 37.997 Fälle). In der Türkei war ein Anstieg um rund ein Drittel auf 14.700 Fälle festzustellen (2016: 11.038 Fälle).

Die Analyse kann auf der Creditreform Homepage als PDF - Datei heruntergeladen werden

Kontakt:
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Internet: www.creditreform.de

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