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10.01.2019 11:20:00

Branchenmonitor Buch: Versöhnlicher Jahresausklang

Der Buchmarkt verzeichnet ein kleines Plus im Dezember.
Foto: Rainer Sturm, Pixelio
Ein solides Weihnachtsgeschäft sorgt zum Jahresende für versöhnliche Stimmung am Buchmarkt: Im Dezember 2018 bewegten sich die Umsätze in den Vertriebswegen Sortimentsbuchhandel, E-Commerce, Bahnhofsbuchhandel, Kauf- und Warenhaus sowie Elektro- und Drogeriemarkt zusammen genommen 0,5 % über denen des Vorjahresmonats. Kumuliert liegt die Bilanz für das Jahr 2018 damit bei einem hauchdünnen Plus von 0,1 %. Im Schnitt bezahlten die Käufer 13,36 Euro pro Buch und damit 1,4 % mehr als 2017. Die Zahl verkaufter Exemplare ging im Vergleich zum Vorjahr um 1,4 % zurück. Der Sortimentsbuchhandel konnte nicht ganz an das Vorjahresergebnis anknüpfen: Mit einem Rückgang von 0,8 % (Barverkauf) im Vergleich zum Vorjahres-Dezember schneidet das Sortiment etwas schlechter ab als alle Vertriebswege zusammen – bei gleicher Anzahl von Verkaufstagen. Im Hinblick auf das Gesamtjahr verbucht der Sortimentsbuchhandel ein kleines Umsatzminus von 0,6 %. Der Absatz liegt 2,3 % unter dem des Vorjahres, die bezahlten Preise stiegen um 1,7 %. Den größten Zuwachs verzeichnet im Dezember mit einem Umsatzplus von 10,5 % erneut das Sachbuch. Auch Kinder- und Jugendbücher waren gefragte Geschenke (+ 4,0 %). Dagegen schnitt die Belletristik schlechter ab als im Dezember des Vorjahres (- 2,6 %). Auch die Reisebücher (- 3,4 %) und die Ratgeber (- 0,5 %) generierten weniger Umsatz als im Vergleichszeitraum. Bei den Wissenschaften liegt das Segment Sozialwissenschaften, Recht, Wirtschaft über dem Vorjahres-Dezember (+ 5,2 %), während die Warengruppen Geisteswissenschaften, Kunst, Musik (- 5,3 %) und Naturwissenschaften, Medizin, Informatik, Technik (- 2,4 %) darunter liegen. Bei den Editionsformen schneiden im Dezember nur die Hardcover/Softcover besser ab als im Vergleichsmonat (+ 3,2 %). Die Umsätze mit Taschenbüchern gingen um 4,4 % zurück, Karten/Globen büßten 4,9 % ein. Auch Hörbücher waren dieses Jahr als Weihnachtsgeschenk offensichtlich weniger gefragt als 2017: Sie generierten 5,7 % weniger Umsatz als im Dezember des Vorjahres. Die Kalender verzeichnen ein Minus von 5,5 %. Auch im Hinblick auf das Gesamtjahr können alleine die Hardcover/Softcover ein Plus verbuchen (plus 1,4 %).


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