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07.05.2019 11:08:15

EHI-Studie „Kartengestützte Zahlungssysteme im Einzelhandel 2019“

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Der Umsatzanteil von Bargeld sinkt weiter und zwar erstmalig unter den der Karten.
Der Deutschen Liebe zum Bargeld lässt nach – dies ergab eine aktuelle EHI-Studie. Der zufolge hat der deutsche Einzelhandel 2018 209,2 Mrd. Euro und damit 12,4 Mrd. Euro mehr als im Vorjahr per Karte umgesetzt. Das entspricht einem Anteil von 48,6 %. Bargeld hat 1,7 % verloren und liegt nun mit 48,3 % knapp dahinter. Die restlichen 3,1 % verteilen sich auf Rechnungen, Finanzkäufe und Gutscheine. Größter Verlierer im Ranking der Zahlungsarten ist das SEPA-Lastschrift-Verfahren mit nun nur noch 10 % Umsatzanteil von vormals 12,6 %. 20 Mrd. Transaktionen wurden 2018 getätigt, davon 15,2 Mrd. in bar und 4,6 Mrd. mit Karte. Auch hier ist der Baranteil um 1,1 % bzw. 220 Mio. Transaktionen rückläufig. Dennoch werden immer noch 76,1 % aller Einkäufe im Einzelhandel mit Bargeld beglichen. Der deutliche Anteilszuwachs der Girocard von 3,8 % bzw. 19,2 Mrd. Euro gegenüber dem Vorjahr wird durch drei Einflussfaktoren bestimmt: Nachdem die Gebührendeckelung zu einer Konditionenangleichung mit dem SEPA-Lastschriftverfahren geführt hat, ist das Girocard-PIN-Verfahren für Händler deutlich attraktiver geworden. Im Gegensatz zum Lastschrift-Verfahren ermöglicht das PIN-basierte Zahlungsverfahren ein praxistaugliches kontaktloses Bezahlen. Kunden scheint diese praktische wie schnelle Alternative zu mehr Kartenzahlungen motiviert zu haben. Hinzu kommt, dass kontaktloses Bezahlen generell häufiger für Kleinbeträge genutzt wird. Das kontaktlose Bezahlen verhilft auch den Kreditkarten zu Wachstum. Sie konnten ihren Anteil von 6,5 % auf 6,9 % ausbauen. 29,8 Mrd. Euro wurden damit 2018 per Kreditkarte umgesetzt, ein kleinerer Teil davon bereits über mobile Bezahlverfahren wie Apple Pay oder Google Pay. Mit 28,2 % Anteil liegt in den vom EHI untersuchten Unternehmen die Kontaktlosquote bei Kreditkartentransaktionen dabei noch deutlich über der stark angestiegenen Girocard-Kontaktlosquote von 21,2 %. Der Erfolg des kontaktlosen und mobilen Bezahlens wie auch der turnusmäßige Austausch von Terminals veranlassen Händler dazu, nach mehrjährigem Rückgang bzw. Stagnation ihre Investitionen in die Zahlungsverkehr-Infrastruktur wieder zu erhöhen. Aktuell planen daher 44,8 % (Vorjahr: 33,8 %) der großen Unternehmen eine Auffrischung der Payment-IT-Landschaft. Jedes fünfte Unternehmen will noch in diesem Jahr etwas ändern oder ergänzen.


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