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29.07.2020 12:30:00

Kinderbetreuung wird durch Home-Office digitaler

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Durch die vermehrte Arbeit im Home-Office sehen sich Eltern mit neuen Fragestellungen rund um das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie konfrontiert. Virtuelle Angebote zur Kinderbetreuung rücken in den Fokus.
Deutsche Eltern wollen auch nach der Corona-Krise überwiegend im Home-Office arbeiten und setzen dabei verstärkt auf digitale Kinderbetreuung, um Familie und Beruf besser zu vereinbaren. Das ist eines der Ergebnisse einer repräsentativen Studie für die das HR-Startup Voiio bundesweit 800 Eltern befragt hat. Demnach sagen acht von zehn Studienteilnehmern (81%), dass ihre Home-Office-Erfahrungen in den letzten Monaten dafür gesorgt haben, Arbeitgeber mit Home-Office-Modellen attraktiver zu sehen als andere. Im Schnitt würden Eltern zukünftig gerne 45% ihrer Arbeitszeit von zu Hause aus leisten. Vor der Krise lag dieser Wert bei 35%. Zudem: 59% der Eltern, die vor der Krise noch nicht von zu Hause gearbeitet haben, wollen das zukünftig verstärkt tun und achten daher ab sofort in Stellenanzeigen und auf Karrierewebseiten vor allem auf Arbeitgeber, die Home-Office-Konzepte anbieten. Der Anteil der Eltern, die in der Krise auf virtuelle Kinderbetreuung setzen, ist mit der gestiegenen Arbeitszeit im Home-Office ebenfalls deutlich angestiegen. So nutzten bislang während der Krise 27% der Befragten diese Möglichkeit. Ganz hoch im Kurse stehen dabei virtuelle Nachhilfe (54%), digitale Sportkurse für Kinder (45%) sowie virtueller Musikunterricht (35%). 28% nutzten solche Möglichkeiten in Kooperation mit ihrem Arbeitgeber.
Eines der größten Probleme aus Sicht der Eltern von schulpflichtigen Eltern war und ist während der Corona-Krise der gestiegene Aufwand durch die schulische Betreuung der Kinder. 70% der Befragten berichten von einem Mehraufwand dafür. Und dieser hat deutliche Auswirkungen auf die berufliche Leistung der Eltern. So geben 39% der Mütter an, dass diese unter dem Home-Schooling gelitten habe. Bei den Eltern insgesamt liegt dieser Anteil bei 31%. Mehr als die Hälfte (55%) davon klagen darüber ihr berufliches Pensum nicht mehr zu schaffen, 59% berichten von zunehmenden Unkonzentriertheiten, 47% bemerken einen deutlichen Energieabfall und 37% eine höhere Fehleranfälligkeit.
„Auch aufgrund der anstrengenden Erfahrung im Zusammenhang mit der Schulbetreuung von zu Hause aus, bei gleichzeitiger Leistungserwartung im Job, suchen Eltern und Arbeitgebern nach Möglichkeiten, die ihnen helfen, beides in den Griff zu bekommen. Digitale Kinderbetreuung wird daher sicher ein wichtiger Baustein der „New-Work-Arbeitswelt“ von morgen sein. Nicht umsonst sagen deutlich mehr als die Hälfte aller befragten Eltern aus unserer Studie, dass sie hier zukünftig mehr ausprobieren möchten als in der Vergangenheit. Die gegenwärtige Krise ebnet der Digitalisierung also den Weg in die virtuelle Kinderbetreuung“, so Björn Wind, Geschäftsführer von Voiio.

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