boss - NEWS
Mittwoch 29.03.2017 14:00:00

Rettungsbemühungen für Brüggershemke & Reinkemeier gescheitert

Noch vor wenigen Tagen blickte der Insolvenzverwalter Dr. Stephan Thiemann zuversichtlich in die Zukunft von Brüggershemke & Reinkemeier (vglt. boss-ticker vom 13. März). Umso überraschender kam nun die Meldung über das endgültige Aus des Traditionshauses. Die 130 Mitarbeiter wurden am gestrigen Dienstag in einer Mitarbeiterversammlung über die Schließung des Betriebs – und ihre Kündigung zum Ende dieses Monats – informiert. Nur ein kleines Kernteam wird noch bis zum 30. Juni letzte Aufträge abarbeiten. Der Insolvenzverwalter Stephan Thiemann verhandelte lange mit einem Investor, doch am Ende platzte der Verkauf. Aus Sicht des Insolvenzverwalters muss das Unternehmen geschlossen werden, weil die Kosten zu hoch sind und der Umsatz unerwartet deutlich zurückgegangen ist. Brüggershemke und Reinkemeier hatte sich vom einstigen Papiergroßhändler zu einem Full-Service-Großhandel an der Berliner Straße 226 entwickelt. Außer dem Handel mit Papier und Verpackungsmaterialien umfasste das Sortiment verschiedene Produkte wie Bürobedarf, Einwegschutz, Druck-Erzeugnisse, Fachmedien und Arbeitskleidung. Zusätzlich zum Verwaltungssitz und den Produktionsstätten gibt es noch ein etwa 45 000 qm großes Lagerareal, in dem durchschnittlich bis zu 50 000 Artikel lagerten. Was aus der Immobilie wird, ist bisher noch unklar.
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